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ZADERA - ...Something Red (CD 2004)

(Strobelight Records/Indigo)

Der Output des Strobelight Records Labels ist immens. Seit dem Bestehen der kleinen Plattenfirma sind schon fast 15 Releases erschienen, allesamt aus dem schönen Gothic-Rock-Genre. Ein Zeichen, dass es immer noch genug gute Bands gibt und ein Markt für die Musik, die ihren Ursprung in den 80er Jahren hat, existiert.

Mit ZADERA hat man sich eine hoffnungsvolle deutsche Band gekrallt, die mit „...Something Red“ ihr Debutalbum vorlegt.

Bei der Band singt eine junge Frau und es ist doch mal sehr schön, dass eine Old-School-Goth-Band mit Frauengesang NICHT nach Siouxsie And The Banshees klingt. Vielmehr hat die Musik eine Menge vom guten alten Batcave-Sound, irgendwo zwischen Blood & Roses und Skeletal Family mit einer gehörigen Portion Punk-Energie. Gute Mischung und so macht es einfach Spaß, das Album am Stück zu hören. Die ganz selten durchklingenden Metal-Gitarren in einigen Songs ignorieren wir einfach mal geflissentlich. Stattdessen freuen wir uns über rockigen, nicht allzu düsteren Sound mit guten Melodien und eben überwiegend den heiß geliebten Gothic-Gitarren. Hier und da hätte die Produktion vielleicht noch etwas druckvoller sein können, aber was soll´s? Gothic-Rock ist eigentlich Livemusik und ich bin ziemlich sicher, dass ZADERA auf der Bühne ordentlich loslegen. Mich erinnern ZADERA ein wenig an die frühen New Days Delay oder die längst vergessenen Dead Generation. Sicher ist das Album mit dem schönen Covermotiv (erinnert irgendwie an das Plakatmotiv irgendeines alten Giallo) kein Meilenstein des Genres, aber zum einen braucht die Szene auch immer wieder solide Veröffentlichungen wie diese und zum anderen stehen ZADERA ja noch am Anfang und ich bin sicher, dass sie vielleicht dazu beitragen können, ein am Boden liegendes Genre in Deutschland wieder zu beleben. (A.P.)