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VOODOO CHURCH "Unholy Burial" (Deathrock)
(Strobelight Records)

Die Leute von Strobelight sind in erster Linie Fans und haben in letzter Zeit die ein oder andere Perle ausgegraben. Dass man leider alte Zeiten nicht zurückholen kann, beweisen Voodoo Church. 82 veröffentlichten sie eine grandiose 4-Track Maxi. 22 Jahre später sind sie mit ihrem Debüt Album zurück und zeigen deutlich, die letzten 22 Jahre hat man nicht im Proberaum verbracht. Qualitativ auf tiefstem Niveau zelebrieren sie ihre Songs, ohne Leben. Dahingeknallt, die Schwarzstrumpfträger werden es schon mögen. Schrebbelnde Gitarren, hallende, weibliche Vocals werden ohne Seele dargeboten. Was die Musiker an ihren Instrumenten zeigen, dürfte man als Vergewaltigung von Dingen unter Strafe stellen. Von Songwriting keine Spur, und kein Vergleich zum Werk aus längst vergangenen Tagen. Deathrock Rentner betteln um Zuneigung und ertönen als Straßenmusikanten in Berlin-Kreuzberg. Wenn Anspruch und Wirklichkeit derart weit auseinander klaffen, hat die Politik endgütig Einzug gehalten. Vielleicht gar lohnenswert, denn mit dieser Musik könnten die Amis den Irak Krieg endlich gewinnen. (andreas)