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The last days of Jesus - Alien Road
07.07.04 -

Nach bereits 10-jähriger Bandgeschichte mit einigen Demo-Tapes, zwei Alben, zwei EPs und gar einem Live-Album nimmt die schwarzbunte Musikwelt eigentlich erst seit Kurzem – mit Release des neuen Albums „Alien Road“ auf Strobelight Records – Notiz von der Slowakischen Ausnahme-Deathrock-Formation The last days of Jesus.

Schade, dass der Durchbruch so lang auf sich warten ließ, denn The last days of Jesus haben es wirklich in sich. „Alien Road“ weiß fast durchweg mit einem atemberaubenden Tempo zu beeindrucken, dass es eine Freude ist. Doch der Reihe nach:
Das Album beginnt nach dem Intro mit dem Knaller „Everyday is Halloween“, auf dem man gleich zu Anfang die ganze Bandbreite der Musik der folgenden Dreiviertelstunde um die Ohren geschleudert bekommt. Dieser Track hat es wirklich in sich und hat durchaus auch Club-Potenzial. Doch wer denkt, danach komme er zur Ruhe, wird gleich vom nächsten Hit heimgesucht.

Das bereits vom „New Dark Age Vol. 1“ Sampler bekannte „Guns’n’Drums’n’March’n’Fun“, ein weiterer - oder vielleicht sogar der heimliche - Clubhit der Slowaken, schallt aus den Boxen. Danach gibt es erst einmal drei Songs "Verschnaufpause", wobei The last days of Jesus auch durchaus mit ruhigeren Klängen zu überzeugen wissen, bevor mit „Merry-go-round“ die Spannung auf den nächsten Kracher, „Death Song“ gelenkt wird. Im Anschluss wird der ein- oder andere erneut aufhorchen, denn das folgende „Connected or Infected“ ist bereits auf dem „New Dark Age Vol. 2“ Sampler vertreten und wusste da bereits zu überzeugen.

Leider ist der Spaß nach weiteren drei Titeln dann schon wieder vorbei, allerdings gibt es ja zum Glück eine Repeat-Taste, denn wenn man sich einmal in das Album reingehört hat, lässt es einen nicht mehr los. Insgesamt ist „Alien Road“ zwar nicht unbedingt die Verkörperung des Deathrock schlechthin, für den ein- oder anderen am Anfang mag sie vielleicht anfangs sogar recht ungewöhnlich klingen, allerdings haben die Slowaken wirklich einen absoluten Kracher und ein ungeheuer mitreißendes Album abgeliefert, auf dessen Fortsetzung man wirklich schon jetzt mehr als gespannt ist.

Autor: Marco