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Sleeping Children - Lullabies For Debauchery
Die Pariser SLEEPING CHILDREN haben nun nach etlichem Bandmember hin- und
hergewechsle, zwei VÖ’s auf eigene Faust sowie einigen Sampler-Beiträgen
auch endlich ihr Debütalbum bei einer passenden Plattenfirma released.
Nicht sonderlich lang ist „Lullabies For Debauchery“ geworden,
dafür am ganz zum Schluss um so Herzinfarkt-verursachender. Der Grund:
nach eigentlichem Ende der CD hört man noch leises Geklimper was sich
bis zum fast vollkommener Stille steigert, woraufhin dann sehr plötzlich
ein schrecklicher Geisterschrei folgt. Hätte ich die CD abends zum Einschlafen
gehört, wäre ich mit Sicherheit vor Angst zusammengezuckt.
Ein Gutes hat dieses Ende jedoch: man ist wieder so wach, dass man erneute
30 Minuten mit den SLEEPING CHILDREN zubringen kann.
Schade finde ich, dass die guten und alten Songs wie z.B. „Poppies Screen
The Light“ oder „Lili's Dead“ so lasch geworden sind. Als
Demos mochte ich diese um einiges mehr, und damals klang alles auch noch um
einiges „batcaviger“ und um positiven Sinne trashiger sowie experimenteller
und rauer.
Die neuen und bisher unveröffentlichten Songs passen jedoch gut zum Rest
der Platte, sind immer noch an den Stil von CINEMA STRANGE angelehnte Batcave-Werke,
die jedoch deren Abgedrehtheit nicht zu überbieten wissen.
Murmurs Gesang gefällt mir an einigen Stellen sehr gut, da man desöfteren
hört, dass dieser Mann wirklich zu singen vermag und sich in und mit
dieser Musik wohl fühlt.
SLEEPING CHILDREN haben viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt, dessen Anfänge
ich via Soulseek gut mitbekommen hatte, als Sap~hire immer noch fragte, wie
ich denn sein Outfit auf diesen und jenen Fotos fände, was ich an seiner
Stelle an den Demos ändern würde etc..
Und ausdauernde Arbeit sowie Offenheit gegenüber Kritik sind Punkte,
die eine Band aufweisen sollte. SLEEPING CHILDREN tun das.
Fazit:
Leider ist „Lullabies For Debauchery“ etwas zu glatt geworden
und powert nicht genug, um die Höchstpunkte zu erreichen.
Davon abgesehen ist dies ein gutes Debüt-Album, an dessen Sound ansonsten
kaum Kritikpunkte gefunden werden können.
Beim nächsten Album hoffe ich auf mehr Sound- und Stimmexperimente, die
der Band des weiteren zu mehr Vielfalt im Klang verhelfen würden.
Anspieltipps:
No Love For The Dead
Murderer's Dance
VÖ:
08.11.2004
Label/Vertrieb:
Strobelight Records/Indigo
Spielzeit:
32:20 min.
Tracklist:
01. No Love For The Dead
02. Love Sucks
03. Murderer's Dance
04. Dusty Shades Of Red
05. Poppies Screen The Light
06. Life Of Vice
07. Couve Bien Les Cris Pres Du Coeur
08. Lili's Dead
09. Between Your Legs
10. Lullabies For Debauchery
Besetzung:
Sap~hire - Bass
Murmur - Vocals
Lois John Slut - Gitarren
hinzugefügt: December 27th 2004
Tester: Luise
Punkte: 7