SCRYPTURA SONITRA webzine
NEW
DARK AGE vol.3
Mit "New Dark Age Vol. 3" erscheint innerhalb von anderthalb Jahren
nun schon der dritte Teil der Samplerreihe aus dem Hause Strobelight. Diesmal
mit 40 Songs zum Midpreis, wieder mit Künstlern aus verschiedenen Ländern,
einige davon schon von den Vorgängercompilations bekannt, andere sowieso
bekannt, und viele hier noch unbekannt. Wie viele andere wohl auch habe ich
sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet, und nach dem Reinhören
kann ich euch sagen, ihr werdet nicht enttäuscht!
CD 1 beginnt dann auch sofort temporeich mit Soulscape - "First Blood".
Der Song der Amerikaner ist in der Gothicecke anzusiedeln und wartet mit einer
superschönen Melodie auf. Gitarrenlastig geht es weiter mit Ikon - "I
Never Wanted You", und spätestens ab "When You´re Dead"
von Uninvited Guest kann man den Fuß dann nicht mehr stillhalten. Die
Musik wird merklich schräger, und wenn man nach diesem Song die Musik
ausmachen würde, würde man wahrscheinlich noch Stunden später
den Refrain singen, ohne es zu merken... ;o) Klanggewaltig macht dann Eva
O. mit "Not Seen" weiter, um dann wieder von den schrägeren
Bloody Dead & Sexy mit "Cheeks" abgelöst zu werden. Etwas
crazy ist auch "Graveyard Love Song" von Miguel And The Living Dead.
Die Stimme des Sängers ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch
der Song ist SO schräg, daß man ihn so oder so gut findet... oder
haßt... ;o) "Give Me Your Soul" von den Naughty Zombies wirkt
mit der elektronisch verzerrten weiblichen Stimme sehr dramatisch und schön
horrorpunkig. Track Nr. 8 ist ein klasse Song von New Days Delay, deutschsprachig
versteht sich. Hier möchte ich anmerken, daß ihr mal auf den Text
achten müßt, nicht nur bei diesem Song. Falls ihr auch nur ein
bißchen englisch versteht, hört auch mal bei den anderen Liedern
genauer hin, viele der Songs haben sehr schöne und teilweise auch sehr
tiefgehende Lyrics. Aber weiter mit dem musikalischen Teil. Es geht genauso
rythmisch und schräg weiter mit "Hollywood Princess Doe" von
The Sixth Chamber. Völlig erstaunt hat mich dann "Plague Dance"
von Faith And The Muse, denn bisher hatte ich eigentlich ein völlig anderes
Bild von der Band. Doch dieser Song ist Goth, Batcave und eine Mischung aus
beidem, einfach klasse! In die Kategorie Deathrock ist dann vielleicht der
nächste Track zu packen, "Dead Hours" von Deathcamp Project.
Die Stimme hört sich zwar eher nach Blackmetal oder so etwas bösem
an, aber ich denke, auch dieses Lied wird bestimmt seine Liebhaber finden.
Schön schräg dann wieder "Array" von Formfleisch, allerdings
ist dieser Song eine ganze Ecke ruhiger, weist dafür jedoch einen klanggewaltigen
Refrain auf. Insgesamt zwar nicht wirklich ruhiger, aber bedeutend gothiger
und bis auf "Not Everything Is As It Seems" von Undying Legacy gar
nicht mehr schräg ist dann der Rest der ersten CD. Etwas negativ aufgefallen
ist mir Song Nr. 19, "Monkey Dreams" von Purr Machine. Nicht wirklich
negativ, doch in dieser Reihe gefällt mir dieses Lied nicht so sehr.
Es ist zwar wunderschön, doch etwas ZU melodiös und vielleicht etwas
zu wavig (?) für diesen Sampler.
Kommen wir zur zweiten CD. Temporeich beginnt auch diese mit "Sir Rotts
A Lot" von Radio Scarlett, eine Mischung aus Batcave und Horrorpunk,
wobei man manchmal sowieso nur sehr schwer differenzieren kann. Und stillsitzen
kann ich ja eh schon lange nicht mehr... ;o) Etwas gothiger, aber nur etwas,
geht es weiter mit "Artemis" von Joy Disaster, ein Song mit sehr
eingängigen Melodien und schön tanzbar. "Empty Samsara"
von Rome Burns ist dann scheinbar etwas ruhiger, bis der Refrain kommt und
man merkt, daß man sich gewaltig geirrt hat. Klasse Stimme, schön
dreckig, wenn ihr wißt, was ich meine... ;o) Zu Song Nr. 4 bzw. dem
Künstler muß ich glaube ich nicht mehr viel sagen, oder? Frank
The Baptist mit "Ever", super Stimme, super Song, super. Mit dem
nächsten Song, "Alle In Asche 2005" von Mephisto Walz, kehrt
dann Melancholie pur ein, die sich mit "Winter" von Lament nahtlos
fortsetzt. Dieser Song erinnert sehr an Robert Smith und The Cure. Mit "To
The Gods That Walk Among Us" von The Ghost Of Lemora wird es wieder tanzbar,
der Song ist schön melodiös im 80er Goth-Stil (ja, auch damals gab
es schon so schön schräge Sachen... ;o) ). Auch hier ist die Stimme
des Sängers wieder so schön dreckig... ;o) .Sicherlich auch oft
in den Discos hören wird man "Devilchild" von The Deep Eynde.
Temporeich, ohrwurmverdächtig, Richtung Horrorpunk. Mit "Surreal
Catharsis" von Tragic Black geht es punkig weiter. Genauso und wieder
stark an die 80er angelehnt ist dann "Satanskult" von Substance
Of Dream. Schönen schrägen Batcave mit weiblicher Stimme liefern
Scarlett´s Remains mit "Circular Thoughts". Danach wird es
auch auf dieser zweiten CD merklich ruhiger. Nicht so recht zu passen scheint
mir "These Days" von Davos, dieser Song ist meines Erachtens etwas
zu poppig. Track 19, "Embrace" von Under A Purple Sky, und Track
20, "Inside" von The Escape, sind zwar in die Gothic-Ecke einzuordnen,
passen aber auch nicht recht zum Gesamtbild.
Alles in allem wieder ein Meisterwerk. Es gibt nicht wirklich viele Sampler,
auf denen so viele gute Stücke verteten sind, und ich hoffe, es wird
noch viele viele von dieser Reihe geben!
Erscheinungsdatum: 23.05.2005
Autor: Andrea
Publiziert am:
2005-05-22