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MURDER AT THE REGISTRY "Filed: '93 - '03" (Wave Rock)
(Strobelight)

1. Cupido
2. Reconsider?
3. Blessed Curse
4. Das Lied Der Schwermuth
5. Mein Wirres Kind
6. Addicted
7. Brainsong
8. Always On The Brink
9. Death Passion
10. Freight Train
11. Wo Bin Ich?
12. Pump
13. Epiwaltz
14. The Stolen Photograph
15. The Creatures Are Having Fun With The Hollywood Dreamblaster
16. Frozen In Hesitation

Release: 28.04.2003
Label: Strobelight Records



Nach einigen Beiträgen auf diversen Samplern (z.B. „Hex Files“) erschien im April diesen Jahres nun endlich ein erstes komplettes Album der norddeutschen Goth’n Punk- Band MURDER AT THE REGISTRY, welches den Titel „Filed: ’93-’03“ trägt und die drei EP’s von 1999, 1993-1997, sowie ganz aktuelles Material von diesem Jahr enthält.

Diese Zusammenstellung von Aufnahmen verschiedener Phasen der Band-Entwicklung zeigen, dass MUDER AT THE REGISTRY schon seit Anbeginn eigene Wege und einen eigenen Stil verfolgt haben, der sich über die Jahre hinweg von Gothic- Rock zu eingängigen, tanzbaren und einfach sehr schön anzuhörendem Oldschool- Deathrock mit Punk und Gothic- Einflüssen (oder wie auch immer man das nennen mag ;-)) entwickelt hat. Dabei wird auch deutlich, dass MUDER AT THE REGISTRY nicht einfach die Chance des momentan doch recht beliebten „Batcave/Deathrock-Trends“ ergriffen haben, sondern schon seit langer Zeit diesen Stil prägen und ein kaum verzichtbarer Bestandteil dieser Szene sind.

Neben den in der Mehrzahl englischen Texten, gibt es auch einige deutschsprachige, was erfreulich ist, denn der Umgang mit deutschen Texten ist meiner Meinung nach recht schwierig, wenn man nicht ins Kitschige abrutschen will. Hier also noch ein besonderes Lob ;-)!

„Das Lied Der Schwermuth“ von der 1999er „Blessed & Cursed EP“ hat sogar hochliterarische Züge, weil der Text Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ entstammt.

Mit Hilfe der erläuternden Kommentare im Booklet kann man auch die manchmal etwas konfuse Band- Geschichte gut nachvollziehen und bekommt so auf einen Eindruck von dem sehr energischen und geduldigen Bemühen der Band um allseitige Beachtung und Anerkennung - natürlich auch über die Grenzen verschiedener Musikstile hinweg.

Letztendlich kann ich nur sagen, dass dieses Album ein Muss für Leute ist, die jemals etwas von MURDER AT THE REGISTRY gehört haben und sie gut fanden! Auf diesem ersten Longplayer der Band befinden sich viele Jahre Arbeit und Geschichte und lassen einen grandiosen Überblick über ihr Schaffen erstehen!

Anspieltipps: „Cupido“, „The Stolen Photograph“, „The Creatures Are Having Fun With The Hollywood Dreamblaster“, „Das Lied Der Schwermuth“, „Wo Bin Ich?“, „Pump“.

Luise