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FRANK
THE BAPTIST - Different Degrees Of Empty
Waren sie bisher nur als mp3s auf diversen Websites oder Samplern zu finden,
darf man sich nun an einer echten CD erfreuen. Aber gemach, hier will uns
niemand bekehren, wie sie selbst verlauten lassen, aber was es mit dem Namen
auf sich hat, konnte ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen. Wie dem auch
sei, jedenfalls versammelte der baptistische Frank, der aber kein Baptist
ist, eine Schar von Musikanten um sich, um aufgrund des Mangels an gefälliger
Musik in San Diegos Underground, selbst tätig zu werden.
Daß dies keine schlechte Idee war, zeigt uns ihr vorliegendes Werk.
Mit erstklassig waviger Gitarrenarbeit und verspielter und leidenschaftlicher
Lyrik wird hier Gothic in einer seiner schönsten Formen wiedergegeben.
Vom schrägen "Letters to Earth" über das melancholische
"Cryptkicker" bis zum agressiv angehauchten "Silver is her
Color" erstreckt sich hier eine enorme Bandbreite, ohne daß das
Album zerstückelt wirkt. Franks Stimme kommt trotzig und verträumt
daher und paßt verdammt gut in die perfekt ungeschliffene Soundkulisse
hinein.
Lückenfüller sucht man auf dem Album vergebens, hier hat jedes Stück
seine Daseinsberechtigung, keine Pausen und keine Abflachung trüben die
Stimmung.
Wieder ein Beispiel dafür, daß der gute alte Gothic Rock nicht
tot zu kriegen ist und noch immer mit solchen Juwelen glänzen kann.