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EVERY NEW DEAD GHOST - The Final Ascension
EVERY NEW DEAD GHOST (im Folgenden nur als ENDG abgekürzt) eröffnen
die neue Strobelight Records Reihe namens „Essentials“, welcher
folgendes Konzept unterliegt:
Gute Bands, deren Originaltonträger kaum oder gar nicht mehr erhältlich
sind, werden einem neuen Publikum zugänglich gemacht. Auf den CDs dieser
Reihe werden die wichtigsten und besten Songs zusammengestellt und angereichert
mit einer kompletten und ausführlichen Bandhistory und -discografie,
einigen Bildern und -zumindest auf dieser CD- auch zwei Original-Videoclips.
Kurz: eine Art Best-Of für alte, gute Underground-Bands, die heute kaum
mehr jemand kennt oder von denen man nur die besten Songs aus der Disco kennt
ohne einen blassen Schimmer von der Band zu haben.
Strobelight Records haben bei der Zusammenstellung der Songs wieder einmal
bewiesen, dass sie Ahnung von und ein Händchen für bekannte, kultige
und gute Songs haben. So finden sich auf „The Final Ascension-A Retrospective
88-92“ Gothic/Postpunk/Deathrock Dancefloor-Kracher wie „Miranda“,
„Assassin“ oder „Obvious“ neben zahlreichen Songs,
die nicht in so großem Maße Bekanntheit erlangten und trotzdem
durchaus hörenswert sind. Man bekommt einen guten Einblick in das Schaffen
einer Band, die nur für kurze Zeit existierte, doch so viel schaffte
und trotzdem heute kaum mehr bekannt ist. Die im Booklet von Bandgründer
und Gitarrist Trevor Bamford niedergeschriebe kurzgefasste und anekdotenhafte
Bandgeschichte gibt einen sehr guten Einblick in die Geschichte der Band und
die Schwierigkeiten, mit der wohl jede Band von Zeit zu Zeit zu kämpfen
hat. Auf wenigen Seiten werden persönliche Erfahrungen, Fakten und die
Veröffentlichungen von ENDG ausführlich dokumentiert, jedoch nicht
ewig breitgetreten. Ich will damit sagen: die Art und Länge der Bandhistory
und -discography ist sehr gut gelungen, denn es wird nicht langweilig beim
Lesen und man hält sich nicht ewig damit auf. Wie schön erwähnt
beinhaltet „The Final Ascension-A Retrospective 88-92“ auch noch
zwei Original-Videoclips, die qualitativ auch nicht so schlecht sind, wie
man vielleicht in Anbetracht der Zeit denken könnte. Im Gegenteil! Die
Bildqualität ist ok, der Ton überraschend gut. Außerdem runden
die Clips diese ganze Sache sehr schön ab, sodass man das Gefühl
hat auf einen Schlag ein Stück Musikgeschichte kompakt zusammengefasst
in der Hand zu halten.
Fazit:
Mir gefällt diese neue Reihe und vorallem das Konzept der „Essentials“-Reihe
sehr gut. Man muss nicht ewig nach den besten Songs suchen, sich bei Gefallen
die Bandbio aus dem Internet zusammenkramen und so weiter, sondern man erhält
ganz einfach und bequem das komplette Paket und kann dann bei großem
Gefallen auf die Suche nach alten Platten gehen, um auch an die restlichen
Songs von ENDG heran zu kommen. Toller „Service“, der Spass beim
lesen, anhören und angucken macht!
Anspieltipps:
„Assassin“
„European“
Luise Jankowski