STROBELIGHT SOUNDCHECK

THE LAST DAYS OF JESUS
"Dead Machines' Revolution!"

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Christian

THE LAST DAYS OF JESUS machen es dem Hörer mit ihrem vierten Studio-Album nicht gerade leicht. Vertrackter denn je, zeigt "Dead Machines' Revolution"
deutlich, dass die Band aus Bratislava immer noch nach neuen Ausdrucksformen sucht und absolut keinen Wert darauf legt, gefällig, glatt, sonderlich
eingängig oder gar poppig zu klingen. Das geht leider auch etwas zu Gunsten des Hörgenusses, denn das Album verlangt selbst dem Fan - und als solcher
würde ich mich seit den ersten Demo-Tapes von TLDOJ bezeichnen - einiges ab. Wirklich im Ohr hängen bleibt da selbst nach 2-3 Durchläufen nicht sehr
viel. Dennoch kristallieren sich nach und nach "Positive", "Freedom Factories" und "Revolution Of Sick Minds" als durchaus tanzflächenkompatible Songs heraus. Gerade letztgenanntes dürfte mit seinen Horror-Punk-Anleihen viele Freunde finden, auch wenn es musikalisch das untypischste Stück des Albums ist und nicht gerade den typischen TLDOJ-Stil widerspiegelt. "Dead Machines..." ist das bisher am schwersten verdaulichste Album der Band geworden und kann mich deshalb leider nur partiell begeistern. Ich würde mir zukünftig von TLDOJ wieder etwas mehr "Mut" zur Struktur wünschen, denn 2-3 eingängige Songs haben noch keiner PLatte geschadet. Nichtsdestotrotz gehören TLDOJ ohne Frage immer noch zu den besten und kreativsten Death-Rock-Formationen unserer Zeit. Eine Band, die einen derart eigenen Stil besitzt, niemals veraltet oder plagiativ klingt und zudem textlich wirklich noch etwas zu sagen hat, ohne dabei humorlos zu sein, stellt schon eine echte Ausnahmeerscheinung in der heutigen Szene dar. Und so einer Band verzeiht man auch gerne mal eine schwierige Platte.

Bewertung: 7/10

Anspieltipps: "Positive", "Freedom Factories" und "Revolution Of Sick Minds"



Vioblack

Schräg. Das beschreibt den ersten Gedanken der auch beim zweiten Hören bleibt. Leider kommt, zumindest am Anfang, etwas Langeweile auf da sich einige Songs (für meinen Geschmack) zu sehr gleichen. Was schade ist da, weil sich dazwischen doch ein paar Perlen verstecken.

Das änderst sich "schlagartig" mit "London Bridge is Falling Down". Man möchte rufen: Geht doch! Was nun kommt sind ³rockige Songs² mal schnell, mal eher aggressiv, beinahe melancholisch oder fast "klassisch dunkel". Einfach nur schön und die Scheibe hat so etwas wie ein Happy-End. Äh sorry, natürlich ein Un-Happy-End ;-).

Meine (ganz) persönlichen Anspieltipps:
Zombie Haute Couture (Prädikat: Schräg)
London Brige Is Falling Down
Maschinen Friedhof
Revolution of Sick Brains
Walking on Hands
Machine of Calm
Kurz, fast der ganze ³hintere Teil².

Alles in Allem und trotz der anfänglichen Schwäche ein Stück Musik das Lust macht,
diese CD öfter in den Player zu legen.
Deswegen, 8 von 10 Punkten



Stephan

So, da ist nun also das neue The Last Days of Jesus Album und ich muss sagen, dass meine Erwartungen durch und durch übertroffen wurden.
Mit Dead Machines’ Revolution liefern The Last Days of Jesus ein starkes Werk ab, das nicht bloß rockiger als Alien Road ist, sondern auch über die gesamte Spielzeit ein konstant hohes Niveau hält. Deutlich lässt sich meiner Meinung nach eine Weiterentwicklung in Dead Machines’Revolution erkennen, die hoffentlich noch nicht zu Ende gegangen ist.
Die Platte selber ist wesentlich rockiger und wirkt wesentlich homogener als der Vorgänger ohne dabei den eigenen verrückten Charm, den Last Days of Jesus nuneinmal haben, zu verlieren.
Und damit kommen wir auch schon zum Problem der Anspieltipps, eigentlich war ich leicht verneigt zu sagen ohne Intro Lied 2-13. Meine persönlichen Favoriten sind im Moment Positive, Zombie Haut-Couture, Robot Child, London Bridge is Falling Down und Revolution of Sick Brains.

Last Days of Jesus bekommen für Dead Machines’ Revolution satte 9 von 10 Punkten.



Greco

Vorhang auf für die geniale auditive Cabaretshow und spleenige Welt von „The last days of Jesus“. Nicht mit dem Zeigefinger, sondern mit einer gehörigen Portion Ironie angezeigte Missstände unserer Gesellschaft werden gekonnt in en Gesamtkonzept gepackt. In einer abwechslungsreichen und vielfältigen Art, die einen dazu verführt, seinen tiefgegurteten imaginären Bass über die Tanzfläche zu jagen, bohren sich ohrwurmträchtige Songs wie „Zombie Haut-Couture“ ebenso wie die einprägsame Stimme von mary0 the robotjoker (teilweise an Ian Ashbury – The Cult erninnernd) in Dein Hirn und klingen lange nach. Mit dem Album „Dead Machines´ Revolution“ und insgesamt 13 Songs, die zu einem Hörvergnügen führen, das Jesus in seinen letzten Tagen erfreut hätte, viel Spaß!
Anspieltipps: Positive - 1001101:the weekend – Zombie Haut Couture – Walking on Hands
Punkte: 10 von 10



Sarah
Die im Titel angekündigte „Revolution“ ist das neue Album von „The Last Days of Jesus“ beim ersten Hören zwar nicht, doch da sich der ein oder andere Ohrwurm recht schnell eingestellte, gab ich dem Album etwas mehr Zeit um mich zu begeistern.

Postitiv finde ich, dass von eingängigen Minimal- bis zu „fetzigen“ Rock & Roll- Melodien alles dabei ist und sich keine Langeweile einstellt. Texte und Artwork sind in gewohnt guter „The Last Days of Jesus“-Qualität. Auch tanzbare Stücke sind genügend dabei.

Trotzdem fehlt mir irgendwie die durchgängige Hörfreude, welche beim Vorgänger „Alien Road“ vorhanden war. Dieses Album wird zwar keine Lieblings-CD, doch sie wird sicherlich auch nicht im Regal verstauben.


Anspieltipps: 10011101 : The Weekend
Freedom Factories
Bewertung: 6/10

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